Larissa

Im April verbrachte ich vier Wochen in Nepal – für eine Mountainbike-Tour rund um den Manaslu und einen Besuch bei Hamro Sahara. Seit meinem letzten Aufenthalt 2021 hat sich manches verändert, vieles blieb gleich. Bei meiner Ankunft in Gorkha fühlte ich mich sofort wieder wie zu Hause. Die Kinder sind merklich gewachsen.

Neu im Team ist Aarati, die Schwester von Susmita. Sie hat nach dem Abschied von Andila bei Hamro Sahara angefangen und sich mit ihrem Sohn gut eingelebt.

Es ist schön zu sehen, wie sich alle Kinder entwickeln. Der Alltag im Haus läuft wie geschmiert und das Essen ist köstlich. Natürlich stehen sie immer wieder vor verschiedenen Herausforderungen, welche durch Smirti, Aarati und vor allem Kalpana gestemmt werden.

Die Älteren – Susmita, Prabin und Buddha – waren im April gerade dabei, ihre Zukunft zu planen, was in Nepal oft nicht leicht ist, da die Perspektiven nicht sehr gross sind. Wir unterstützen sie dabei, verschiedene Berufe kennenzulernen. Buddha hat inzwischen ein College im Bereich Gesundheitsmanagement begonnen. Susmita arbeitet im Montessori bei Kalpana und plant einen Bachelor als Lehrerin. Prabin hat sich bei der Polizei beworben; falls es damit nicht klappt, wird er wahrscheinlich einen Bachelor in Management in Gorkha machen. Wir sind gespannt, wie sie sich weiterentwickeln.

Die Zeit in Gorkha habe ich damit verbracht am Alltag teilzunehmen, mit spannenden Gesprächen mit den Kindern, Smirti, Aarati und Kalpana. Auch haben wir einen sehr coolen Ausflug mit Übernachtung gemacht.

Ramona

Im Sommer dieses Jahres durfte auch ich mit meinen zwei Kindern Gorkha besuchen. Wir verbrachten drei heiße, aber wundervolle Wochen im Kinderhaus und beobachteten die effizienten Abläufe sowie den Fortschritt der Kinder. Ein Tag im Pool brachte uns dringend nötige Abkühlung.

Zudem erweiterten wir unser bereits bestehendes Stipendium-Programm an der Montessori-Schule von Kalpana von 13 auf 20 Kinder, um einkommensschwache Familien zu unterstützen. Hamro Sahara übernimmt dabei den Großteil der Schulkosten, während die Familien nur einen kleinen Anteil leisten. Außerdem passten wir die Löhne unserer Angestellten an, um sie fair zu entlohnen und ihre langjährige Treue zu würdigen. Dies war besonders wichtig angesichts der steigenden Inflation, die im November 2024 bei 5,60 % lag, verglichen mit niedrigeren Werten in den Vorjahren.

In der Schweiz trafen wir uns zu drei Vorstandssitzungen, bei denen wir Themen rund um die Zukunftsentwicklung von Hamro Sahara und das diesjährige 10-Jahres-Jubiläum besprachen. Ausserdem waren wir an zwei Weihnachtsmärkten präsent, was ein voller Erfolg war, dank den fleissigen Käufern und unserem Vorstand-Team.

Renata

Im Oktober, nach dem Trekking, fuhren wir nach Gorkha, um mit den Kindern etwas zu unternehmen. Kalpana hat auf dem Trishuli River ein Rafting organisiert – uns hat es allen Spass gemacht, vor allem den Kindern!

Meine 4 Wochen in Gorkha habe ich mit viel Nichtstun und auch viel Tun verbracht: so bin ich mit Kalpana in eines der Dörfer gefahren, wo unser Farming Projekt am Wachsen ist: Im Dorf Kanigaau auf ca.2000 Meter wachsen im Treibhaus wunderschöne Tomaten!

Es gibt Chili, Saark (eine Art Spinat), Bohnen, Blumenkohl, Koriander, Kartoffeln und auch Mandarinen. Ebenso wachsen bis in hohe Höhen Bananen. Auch Hirse gibt es fast überall. Dieser Bauer hat uns ganz stolz seinen ersten Honig präsentiert!

Im Nachbardorf geben wir Aayush und seiner Mutter Hilfeleistung: er ist 5 Jahre alt, seine Mutter noch keine 30 und schon Witwe. Ihr grösster Wunsch ist, dass Aayush die Schule besuchen kann; doch sie hat kein Geld für die Schulbücher, Uniform und das Mittagessen für den Jungen. So haben wir beschlossen, diese Kosten zu übernehmen. Ebenso erhält die Mutter noch eine Ziege mit zwei Jungtieren (gestiftet von 2 Kunden der Podologie Flepp) und Futter für die Ziegen. Unser Bestreben ist es nach wie vor, dass Kinder in ihrer Familie aufwachsen können!

Zum Geburtstag von Hamro Sahara hat uns Kalpana überrascht mit einem Ausflug in den Chitwan Nationalpark! Beim Kanufahren auf dem Fluss haben wir viele Tiere aus der Nähe gesehen. Der Ritt auf den Elefanten hat den Tag abgerundet und glücklich sind wir nach Hause gefahren worden.

Unser Haus hat dringenden Sanierungsbedarf!  Kalpana konnte mit dem Besitzer verhandeln und nun wird das Leck im Rohr in der Mauer gesucht und repariert, die Badezimmer werden saniert und die abgebrochene Mauer im Garten geflickt!

Es läuft gut in Gorkha… schon bald seit unglaublichen 10 Jahren! Ihr, liebe Mitglieder, seid der Motor dieses Vereins und der Schlüssel zu unserer Hilfe in Nepal. Danke für euren Einsatz und eure Inspiration – lasst uns mit Herzblut in die Zukunft blicken!

Herzlichst, das ganze Vorstand-Team von Hamro Sahara